Lehrerfahrung
Seit 2005 arbeite ich als freiberuflicher Dozent und Lehrbeauftragter an verschiedenen Schulen und Hochschulen. Im Laufe meiner Ausbildungen und beruflichen Tätigkeiten habe ich viel über das Lernen gelernt, über Lernbedingungen, über die Freude am Lernen, über die Hindernisse beim Lernen und über die unerwarteten Erlebnisse und Erkenntnisse. Die Bedeutung der Lernziele und Lerninhalte erscheinen im Verhältnis dazu eher klein.



Lernziele
Die meisten Lernziele kann man im Vorbeigehen erreichen. Wenn man zu direkt auf sie zu geht und sich nicht zwischendurch mal umschaut, sind sie oft schwer zu erreichen oder sie verlieren beim Erreichen ihre Bedeutung. Das, was erreicht werden soll, wird dann Mittel zum Zweck, um zu zeigen, wer und wie schnell jemand das Ziel erreicht. Wenn man jedoch auf mehr aus ist, als Lernziele zu erreichen, erreicht man sie leichter und weiß mehr mit ihnen anzufangen. Manchmal kann man direkt dort starten, wo man eigentlich hin will und das Ziel erreichen, in dem man von ihm ausgeht.

Freude am Lernen

Der Mensch lernt unentwegt. Das menschliche Gehirn kann nichts anderes als Lernen. Lernen hängt von den Lernbedingungen ab, von der Lust und der Freude am Hören, am Sehen, am Fühlen, am Sprechen, am Tun, am Hinterfragen, am Probieren, am Wiederholen und am Austausch darüber. Dies wird natürlich beeinflusst von den Dingen und Menschen, die den Lernenden begegnen und wie sie ihnen begegnen.

Persönliche Entwicklung
Im Mittelpunkt meines Unterrichts stehen die Studierenden, als Gruppe und als Individuum. Es geht zentral um die persönliche Entwicklung eines jeden Einzelnen in und mit der Gruppe. Eine Professionalisierung im Hinblick auf eine spätere berufliche Tätigkeit spielt dabei eine wichtige Rolle als gewählte Orientierung.

Gesellschaftliche Herausforderungen

Durch die persönliche Stärke, die im Einzelnen entwickelt bzw. ermöglicht wird, werden die Studierenden bestens – besser als über viele andere Unterrichtsmethoden – auf spätere berufliche und gesellschaftliche Herausforderungen vorbereitet. Mehr noch: Die Studierenden werden in die Lage versetzt, die zukünftige Gesellschaft, ihre Lebens- und Arbeitsbedingungen bewusst mit zu gestalten.

Kreatives Handeln, reflektiertes Entscheiden und spontanes Verändern und Erweitern ist ein wesentliches Merkmal dieses Lernens.

Tell me and I'll listen.
Show me, and I'll understand.
Involve me, and I'll learn.

Methoden
Die verwendeten didaktischen Methoden greifen auf klassisches Erfahrungslernen (Dewey et al.) sowie auf moderne Erkenntnisse der Neuropsychologie (Hüther, Spitzer et al.) zurück (Link → Theorien, Methoden, Praxisbeispiele). Das erfahrungsbasierte, reflexive Lernen führt zu einem sicheren Umgang mit alltäglichen, fachspezifischen, fächerverbindenden und universellen Fragestellungen.

Praxistheorie
Im Idealfall entsteht eine Praxistheorie, die über Hypothesen, Versuche und praktische Anwendungen Praxis und Theorie im Handeln verknüpft und weiterentwickelt. Es entsteht Wissenserzeugung durch reflektiertes Handeln. Das in dieser Form Gelernte bleibt leicht abrufbar, jederzeit hinterfragbar und weiter entwickelbar. Als Erfahrungsschatz dient es später einer guten Intuition.

Lernsituation
Meine Aufgabe als Lehrender ist die Herstellung und Rahmung dieser Lernsituation, das Einbringen von Themen und das Aufzeigen von Wegen, das gemeinsame Suchen nach Anknüpfungspunkten zur Alltagswelt, das Geben von inhaltlichen und praktischen Impulsen, das Motivieren zum selbstständigen Arbeiten in Teams und allein sowie die Teilnahme an und die Begleitung von individuellen und gruppendynamischen Prozessen. Kurz: Die Schaffung einer Lernumgebung, die das Experimentieren, das Probieren, das Scheitern, das Produzieren und das Erreichen und Überschreiten selbst oder fremd gesteckter Ziele möglichst leicht macht.

Begleitung und Wertschätzung
Es geht darum individuelle Lernwege zu begleiten und wertzuschätzen. Deshalb versuche ich als Lehrender einen Raum zur Verfügung zu stellen, in dem sich neu Entdecktes mit Bekanntem verbindet und die Neugier auf das Unbekannte das Suchen und Finden vorantreibt.



Wissenschaftliche Arbeit
In meiner wissenschaftlichen Arbeit befasse ich mich theoretisch wie praktisch mit den Bildungsmöglichkeiten, die durch künstlerische Gestaltungsprozesse ermöglicht, erweitert, befördert und begleitet werden.

"Bildung ist ein ganz individueller, sich an und in der Person, am Ende durch diese vollziehender Vorgang. 'Ich bilde mich', lautet die richitge Beschreibung,[...] Eine Form, die mir ein anderer aufprägt, macht mich nicht zum Gebildeten, sondern zu einem Gebilde."
(Hartmut von Hentig, in: >>Kanon, Kreativität und Co, Bielefeld 2000)

"Ich glaube, daß Erziehung stets nur durch die Teilhabe des Einzelnen am sozialen Bewußtsein der Menschheit vor sich geht. Dieser Prozeß beginnt unbewußt fast schon bei der Geburt und formt andauernd die Kraft des einzelnen Menschen, füllt sein Bewußtsein, prägt sein Verhalten, übt seine Vorstellungen und weckt seine Gefühle."
(John Dewey: >>Mein Pädagogischer Glauben, 1897)

  Siehe dazu:

Lehraufträge

Unterrichtsmaterial
Farbenlehre
Schoenheit
Modesoziologie
Üben

Studentische Projekte
Malerische Videografie
Urban Art Projekt

Diplomarbeit
"Kunst im Internet/Netzkunst - Untersuchungen zur ästhetischen Bildung"


kontakt  |  impressum